Die Geländeprüfung zur 3. Achtbergefahrt. - Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt

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Die Geländeprüfung zur 3. Achtbergefahrt.

1934 > 1934-36
Veranstaltet vom NSKK, KW-Gruppe Sachsen, und DDAC, Gau Sachsen.

Die letzte der drei Achtbergefahrten war entschieden die interessanteste Veranstaltung, aber auch die schwierigste durch die Einlegung einer Geländeprüfungsstrecke. Bergprüfungsfahrten nannten sich die ersten Kraftfahrsportwettbewerbe, die erstmalig im Obererzgebirge in Anschluß an die Erzgebirgisch-Vogtländischen Sporttage 1921 durch die Pöhlberg- und später durch die Fichtelbergprüfungsfahrten vom ADAC ausgeschrieben wurden. Zwischen damals und heute läßt sich allerdings ein Vergleich nicht ziehen, denn die guten gepflegten Bergstraßen, über die seiner Zeit die Strecke führte, lassen sich nicht neben die Bergprüfungsstrecke für den 26. August 1934 stellen. Sie war mit großem Geschick ausgesucht und führte dazu noch durch eine landschaftlich ungemein reizvolle Gegend unserer engeren Heimat. Die ausgefahrenen Holzwege, Steigung und Gefälle bis zu 25 Grad, sowie die aneinandergereihten Kurven stellten höchste Anforderungen an Fahrer und Material.
Der Führer der KW-Gruppe Sachsen, Oberführer Lein (unter der NSKK-Flagge) am Stark der Achtbergefahrt.
Das Erzgebirge hat bewiesen, daß es über gleich schwierige Strecken verfügt wie der Harz. Es hat noch eine große Anzahl ähnlicher Wege, an denen die Fahrtechnik beherzter Männer erprobt werden kann.

Die Fahrer des vergangenen Sonntag gingen mit Schneid und Freude an die lohnende Aufgabe heran. Daß trotz der Schwierigkeit des Geländes kein Unglücksfall auf diesem Streckenteil vorgekommen ist, zeugt von einer glänzenden Fahrtechnik und, daß es keinen Bruch gab, beweist erneut die Stabilität des Materials.
Ausschnitte aus der Geländeprüfung, die durch eine ganz besonders reizvolle Gegend unserer obererzgebirgischen Heimat führte. (Aufnahmen des T. A. W.-Photodienstes.)
Noch höher darf der persönliche Einsatz der wackeren Fahrer gewertet werden, die weder sich noch ihre Maschine schonten, als sie sich dieser Prüfung unterzogen.

Es war der opferfreudige Geist des nationalsozialistischen Deutschlands, der über der ganzen Veranstaltung lag, zum Sieg anspornte und zum Sieg führte.
Steilabfahrt im Konduppelbachgebiet. MSA-Sturmführer Rickart mit Staffelführer Dietze 4 32 auf DKW. (T. A. W.-Photodienst.)
17 goldene Medaillen, 30 silberne und 22 bronzene Medaillen und zahlreiche sehr wertvolle Ehrenpreise für die ersten Sieger waren das Ergebnis des Tages, der einen neuen Schritt vorwärts auf sportlichem Gebiet getan hat. Die Geländeprüfung hat sehr angesprochen. Es bleibt zu hoffen, daß dem ersten derartigen Versuch weitere Veranstaltungen gleicher Art folgen und vor allen Dingen die Achtbergefahrt nicht nur erhalten bleibt, sondern zu einer Großveranstaltung ausgebaut wird.

Illustriertes
Erzgebirgisches Sonntagsblatt
Nr. 36 v. 2. September 1934


Illustriertes Erzgebirgisches Sonntagsblatt 127. Jahrgang, Nr. 36, 2. September 1934, S. 1

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